Anspruchsvolle Vielseitigkeitsstrecke fordert Reiter und Pferde.

Auch 2010 fanden beim dritten Late-Entry-Turnier wieder zahlreiche national und auch international erfolgreiche Reiter ihren Weg in den Leonberger Reit- und Fahrverein. Michael Jung, 3. der letztjährigen Europameisterschaften der Vielseitigkeit und unter den Top Ten der weltweit erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiter war mit einigen seiner Nachwuchspferden dabei, ebenso wie Hans-Martin Steißlinger, erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter und Ausbilder sowie Robert Sirch, der bereits an 4-Sterne-Vielseitigkeitsprüfungen in England teilgenommen hat.

Im Leonberger Reit- und Fahrverein wurden insgesamt drei Prüfungen angeboten; die Grundausrichtung des Turniers blieb unverändert das Heranführen der jungen Pferde an die Herausforderungen im Gelände. Daher waren die Prüfungen nur für Pferde von 4 bis 7 Jahren ausgeschrieben. "Die Strecke war in allen Prüfungen für die jungen Pferde eine echte Herausforderung - viele der Hindernisse kannten die Pferde noch gar nicht und das Wasserhindernis war nicht die einzige große Schwierigkeit auf der Strecke", informierte Günter Stürmer, 1. Vorsitzender des Vereins. "Besonders in der Prüfung der Klasse L stellte sich die Hindernis-Kombination Nr. 7 mit zwei sehr schmalen Sprüngen, gleich nach einer rasanten Bergab-Galoppstrecke, als Klippe für viele Reiterinnen und Reiter dar", fügt Martin Wanner, Verantwortlicher für den Hindernisbau, hinzu.

In der Prüfung der Klasse L gingen 10 Teilnehmer an den Start; durch die hohen Anforderungen konnten nur 6 Starter das Ziel erreichen. Michael Jung (RSG Altheim), mit seinen beiden 6-jährigen Pferden Squaw v. Missih und Halunke startend, konnte sich mit zwei sehr harmonischen Ritten die Plätze 1 und 3 sichern. Mit Squaw v. Missih zeigte er die bessere der beiden Runden, so dass er sich mit der Wertnote 8,2 knapp vor Robert Sirch (RZV Lechtal e.V.) mit seinem ebenfalls erst 6-jährigen Wallach Hugo Holiday (Wertnote 8,1) den ersten Platz sichern konnte. Beide Reiter blieben mit ihren Ritten in der engen Zeitvorgabe von 3,15 Minuten!

Auch in der Geländepferdeprüfung der Klasse A konnte sich Michael Jung mit Squaw v. Missih mit einer Wertnote von 8,3 an die Spitze setzen. Er siegte vor Iris Hörmann (RFV Jettingen) auf Nelson mit einer Wertnote von 7,8 sowie Friederike Ebert auf dem dritten Platz mit ihrer Stute Quäntchen-Glück und der Note 7,7. Insgesamt war ein großes Feld von 22 Reiterinnen und Reitern an den Start gegangen.

Besonderes Highlight des Leonberger Turniers war auch dieses Jahr der Leonberger Oldie-Cup, der von Herrn Hellmut Wagner aus Schwäbisch Gmünd 2008 in Zusammenarbeit mit dem Leonberger Reit- und Fahrverein ins Leben gerufen wurde. In dieser klassischen Vielseitigkeitsprüfung sind nur Reiter und Reiterinnen über 50 bzw. 40 Jahre startberechtigt und alle 11 Starterinnen und Starter mussten innerhalb weniger Stunden eine Dressur-, Spring- und Geländeprüfung absolvieren. Vor der letzten Teilprüfung, dem Gelände, lag Friedrich Gohde (Tübinger RG e.V.), mit seinem Pferd Wafan mit sicherem Abstand vor den Verfolgern in Führung und ließ sich den Sieg auch in der anspruchsvollen Geländeprüfung nicht mehr nehmen. Hellmut Wagner (RFV Schwäbisch Gmünd) sicherte sich mit Santas Little Helper durch eine engagierten und rasanten Ritt im Gelände den zweiten Platz vor Wilfried Kehrer (RV Bronnweiler) mit Lambada.

"Wir freuen uns, dass wir auch 2010 für unsere Vielseitigkeitsstrecke wieder ein großes Starter-feld nach Leonberg holen konnten. Dies zeigt, dass unsere Geländestrecke auch den Anfor-derungen des großen Vielseitigkeitssports gerecht wird!", berichtet Günter Stürmer, 1. Vorsitzen-der des Vereins. "Und nun freuen wir uns auf das Jugendturnier, das bereits am Freitag um 15 Uhr startet".

Annick Caron
- Pressewart -