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Leonberg fest in der Hand der Vielseitigkeitsreiter!
Der Leonberger Reit- und Fahrverein Leonberg ist in den nächsten zwei Wochen wieder fest in den Händen der rasanten Vielseitigkeitsreiter und ihrer Pferde. In den letzten Jahren wurde die Nutzung des Vereinsgeländes mit seinen anspruchsvollen Geländestrecken mit spektakulären Hindernissen immer weiter vertieft - und das mit wachsendem Zuspruch der Reiterinnen und Reiter.
"Wir planen viele Monate lang, wie wir unser Gelände jedes Jahr neu für die verschiedenen Vielseitigkeitsprüfungen zu unserem traditionellem Jugendturnier ideal nutzen können und versuchen natürlich immer den Reiterinnen und Reitern neue Herausforderungen zu bieten", informieren Günter Stürmer, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins sowie Martin Wanner, seit vielen Jahren Verantwortlicher für die Vielseitigkeitshindernisse. "Da liegt es nahe, diese Strecken mehrfach zu nutzen". Auch 2010 bietet der Reit- und Fahrverein daher wieder mehrere Veran-staltungen rund um die Vielseitigkeit: Late-Entry Turnier, Jugendturnier und mehrere Trainings auf den Strecken.
Gestartet wird das Programm mit einem Geländetraining am 14. Juni (Montag, ab 13 Uhr), speziell ausgerichtet auf die Teilnehmer des am kommenden Wochenende folgenden Jugend-turniers (18. bis 20. Juni). Die jungen Teilnehmer üben unter der fachkundigen Anleitung von Simon Metz, erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter aus Baden-Württemberg, Ausschnitte der Strecke, die am Sonntagnachmittag die Basis zweier anspruchsvoller Geländeprüfungen für die jugend-lichen Teilnehmer darstellt. Insgesamt starten am Leonberger Juniorenturnier über 200 Teilnehmer bis 18 Jahren in 19 Prüfungen der Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Die Highlights sind die genannten Geländeprüfungen sowie die erstmalig auch in Leonberg ausge-tragenen Qualifikationen für das Volksbank-Juniorenchampionat 2010. Das Championat bietet den jugendlichen Reitern in den Disziplinen Dressur und Springen die ideale Gelegenheit, sich mit ihren Leistungen den Landestrainern vorzustellen und sich so für hochkarätige Lehrgängen zu empfehlen.
Komplettiert wird das Lehrgangsangebot am 15. Juni (Dienstag, ab 14 Uhr) durch einen Viel-seitigkeitskurs von Herrn Joachim Jung. Herr Joachim Jung, 4maliger baden-württembergischer Meister der Vielseitigkeit und Ausbilder von unter anderem Michael Jung (ungezählte Erfolge in der internationalen Vielseitigkeit, darunter Weltcup-Sieger 2010 und 3. der Europameisterschaften 2009), wird einen Tag auf der Leonberger Strecke die Anforderungen der Vielseitigkeit mit Reitern und Pferden trainieren.
Im Turnierangebot folgt am Donnerstag vor dem Jugendturnier (17.06, ab 10 Uhr) das Late-Entry-Turnier. Merkmal dieses speziellen Turniers ist, dass sich die Reiter erst am Tag des Turniers zum Start in den angebotenen Prüfungen anmelden können. Reiter und Pferd können ihrer Tagesform entsprechend somit spontan über eine Turnierteilnahme entscheiden. Neben dem 2. Leonberger Oldie-Cup (Vielseitigkeitsprüfung der Klasse A für Senioren) werden zwei spezielle Geländepferdeprüfungen angeboten, in denen die jungen Pferde an die Anforderungen der Klassen A und L herangeführt werden. "Wir freuen uns sehr, dass Michael Jung seine Teilnahme schon fest zugesagt hat! Das zeigt, wie anerkannt der Leonberger Reit- und Fahrverein inzwischen im Vielseitigkeitsbereich ist und wie gut unsere Turniere angenommen werden", informiert Günter Stürmer.
Weitere Informationen zu den Turnieren, insbesondere die Startzeiten der einzelnen Turniere und Lehrgänge, sind unter www.reitverein-leonberg.de zu finden.
Zusatzinformationen:
Insgesamt werden auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Leonberg drei Geländestrecken angeboten.
Geländestrecke Klasse E:
ca. 14 Hindernisse, die bis zu 90 cm hoch sind und anspruchsvolle Auf- und Absprünge beinhalten. Die Wertung in dieser Klasse erfolgt über eine Stilnote. Entgegen der Klasse A wird nicht auf Zeit geritten.
Geländestrecke Klasse A:
ca. 22 Hindernisse mit verschiedenen schwierigen Kombinationen inkl. einer Wasserpassage. Diese Passage beinhaltet drei Sprünge inkl. einem Absprung in die Schwemme und einem danach folgenden Aussprung über einen Baumstamm. Die besondere Schwierigkeit liegt in den für Pferde schwierigen Licht-/Schattenverhältnissen, da die Schwemme von zahlreichen Bäumen umrandet ist. Die gesamte Strecke muss in einem Tempo von 500 m / Minute absolviert werden. Aufgrund der häufigen Bergauf- und Bergab-Wechsel innerhalb des Geländes ist dies eine für die jungen Teilnehmer, ob Reiter oder Pferde anspruchsvolle Herausforderung.
Geländestrecke Klasse L:
Hier werden im Vergleich zur Klasse A nochmals erhöhte Anforderungen an die Rittigkeit der Pferd gestellt. Es werden Hindernisse mit bis zu 1,10 m Höhe und 1,60/1,80 m Breite überwunden. Die Pferde müssen aufgrund der schwierigen Streckenführung sofort auf die reiterlichen Hilfen reagieren, da ansonsten das nächste Hindernis nicht fehlerfrei überwunden werden kann. Es erfolgt auch hier die Vergabe von Wertnoten unter Berücksichtigung der max. erlaubten Zeit; die Pferde galoppieren in einem Tempo von 500 m / Minute.